Von Chaos zu Profi-Netzwerk (Teil 2): PoE-Probleme lösen, 10-Zoll-Schrank & WLAN-Planung mit dem Design Center

Moin Leute,

willkommen zurück zu meinem großen Netzwerk-Umbau! Im ersten Teil habe ich euch gezeigt, wohin die Reise gehen soll. Jetzt geht es ans Eingemachte. Wir beseitigen Fehler im Pferdestall, bringen Ordnung in die staubige Werkstatt und – das Highlight – ich zeige euch, wie ich mein WLAN mit dem Unifi Design Center geplant und massiv verbessert habe.

Hier sind die drei großen Baustellen, die ich in diesem Video angegangen bin:

1. Das Mysterium der ausfallenden Kamera (PoE vs. PoE+) 🕵️‍♂️

Im Pferdestall hatte ich ein nerviges Problem: Meine Überwachungskamera stürzte immer wieder ab – aber nur nachts oder bei Bewegung. Die Lösung war am Ende simpel, aber man muss erst mal drauf kommen: Das PoE-Budget. Ich hatte einen normalen PoE-Switch (IEEE 802.3af), der liefert bis zu 15,4 Watt pro Port. Tagsüber reichte das. Aber sobald nachts die Infrarot-Scheinwerfer der Kamera angingen und der Motor für die Drehung startete, brach die Spannung zusammen. Lösung: Ich habe auf einen PoE+ Switch geupgradet. Jetzt läuft alles stabil. Tipp: Schaut euch dazu auch gerne das verlinkte Video von Jan Pörtner an, der die PoE-Standards (PoE, PoE+, PoE++) genial erklärt.

2. Ordnung in der Werkstatt: Der 10-Zoll-Schrank 🛠️

In meiner Werkstatt herrschte das pure Kabel-Chaos. Router und Switch lagen offen herum – bei Holzarbeiten und Staub keine gute Idee (Wärmestau, Brandgefahr, verdreckte Ports). Ich habe mir bei eBay Kleinanzeigen günstig einen 10-Zoll-Netzwerkschrank geschossen. Der Vorteil:

  • Kompakt genug für kleine Räume.
  • Alles ist staubgeschützt.
  • Sieht einfach professioneller aus. Die Geräte sind jetzt sauber verbaut und ich nutze wiederverwendbare Klett-Kabelbinder, da man im Smart Home ja doch ständig etwas ändert.

3. WLAN-Planung mit dem Unifi Design Center 📡

Viele fragen mich: “Welchen Access Point brauche ich und wo hänge ich ihn hin?” Bevor ihr wild Löcher bohrt, nutzt das Unifi Design Center. Ich zeige euch im Video genau, wie das geht:

  1. Grundriss hochladen.
  2. Maßstab setzen (z.B. eine Wand messen).
  3. Wände einzeichnen (Material beachten: Holz, Beton etc.).
  4. Geräte virtuell platzieren.

Mein Aha-Moment: Ich habe meinen alten AC Pro im Plan platziert und gesehen: Im Wohnzimmer und Essbereich war die Abdeckung mies (was auch der Realität entsprach). Dann habe ich virtuell den neuen U7 Pro Max an die gleiche Stelle gesetzt – zack, alles grün! In der Realität hat sich das bestätigt: Der Austausch des Access Points hat die toten Winkel eliminiert und den Durchsatz massiv erhöht (gemessen mit der WiFiman App).

Fazit: Ja, Unifi kostet etwas mehr als 08/15-Hardware. Aber die Stabilität (keine Ausfälle bisher!) und Tools wie das Design Center rechtfertigen den Preis für mich absolut.

Habt ihr das Design Center schon mal ausprobiert? Schreibt es in die Kommentare!

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