Lymow One Plus im Test: Der „Panzer“ unter den Mährobotern im Härtetest

Mähroboter gibt es mittlerweile viele, doch die meisten stoßen an ihre Grenzen, sobald das Gelände anspruchsvoll wird. In den letzten vier Wochen hatte ich ein Gerät im Test, das einen völlig anderen Ansatz verfolgt: den Lymow One Plus. Mit Kettenantrieb statt Rädern und einer Schnittleistung, die eher an einen Benzinmäher erinnert, verspricht er, das „Arbeitstier“ für den Garten zu sein.

Ich habe den Lymow One Plus nicht nur auf meinem Rasen, sondern in einem extremen Szenario getestet: auf der Pferdeweide. Hier erfahrt ihr, ob der Panzer für den Vorgarten hält, was er verspricht.

Die Hardware: Kettenantrieb und massive Power

Das auffälligste Merkmal des Lymow One Plus ist zweifellos der Tracked Drive (Kettenantrieb). Während herkömmliche Mähroboter bei Nässe oder Unebenheiten oft mit durchdrehenden Rädern zu kämpfen haben, bietet das Raupenfahrwerk des Lymow maximale Traktion. Er überwindet Hindernisse bis zu 7 cm und meistert Steigungen von bis zu 45° (100 %) ohne Probleme.

Unter dem massiven Gehäuse arbeitet ein langlebiger LiFePO4-Akku, der genug Energie liefert, um bis zu 7.000 m² pro Tag zu mähen. Das ist eine Flächenleistung, die im Consumer-Bereich ihresgleichen sucht.

Navigation ohne Kabel: RTK und VSLAM

Wie es sich für ein modernes Smart-Garden-Gerät gehört, kommt der Lymow One Plus völlig ohne Begrenzungskabel aus. Er nutzt eine Kombination aus RTK (Echtzeit-Kinematik) und VSLAM-Navigation.

  • Einfaches Setup: Man steuert den Mäher einmalig per App wie ein ferngesteuertes Auto die Grenzen ab.
  • Präzision: Das Gerät weiß zentimetergenau, wo es sich befindet.
  • Zonen-Management: Bis zu 80 verschiedene Zonen lassen sich in der (jetzt auch deutschen) App verwalten.

Das Schnittbild: Mehr als nur ein Rasen-Trimmen

Der Lymow One Plus „streichelt“ den Rasen nicht nur, er mäht ihn richtig. Dafür sorgen zwei rotierende Scheiben mit SK5-Stahlklingen, die mit 6.000 Umdrehungen pro Minute arbeiten. Ein technisches Highlight ist das Cyclone Airflow System. Ein starker Luftstrom richtet die Grashalme vor dem Schnitt auf. Das sorgt für ein extrem gleichmäßiges Schnittbild und verhindert das Verklumpen von Grasschnitt, selbst wenn der Rasen etwas feuchter oder dichter ist.

Der Härtetest: Einsatz auf der Pferdeweide

Um zu sehen, was der Lymow One Plus wirklich kann, habe ich ihn auf unsere Pferdeweide geschickt. Jeder Pferdebesitzer kennt das Problem: Das mühsame Ausmähen von Weideresten und Binsen unter den Zäunen. Das Ergebnis war beeindruckend: Wo normale Mähroboter in Löchern oder im Matsch stecken geblieben wären, ist der Kettenantrieb einfach drüber gewalzt. Er hat das hohe, widerspenstige Gras und sogar Binsen unter den Zäunen absolut sauber weggemäht. Mit einer einzigen Akkuladung hat er fast einen halben Hektar Weide am Stück bearbeitet – eine Performance, die mich wirklich begeistert hat.

Sicherheit durch KI

Trotz der enormen Kraft ist für Sicherheit gesorgt. Der Lymow ist mit einer AI Vision Kamera ausgestattet. Diese erkennt Hindernisse, Haustiere oder spielende Kinder in Echtzeit und navigiert intelligent um sie herum, anstatt nur dagegen zu fahren. Das gibt ein beruhigendes Gefühl, wenn man den Mäher auf großen Flächen unbeaufsichtigt arbeiten lässt.

Mein Fazit

Der Lymow One Plus ist ein echtes Arbeitstier für Menschen mit hohem Anspruch.

  • Pro: Extrem geländegängig dank Ketten, hervorragendes Schnittbild, riesige Flächenleistung und kinderleichtes Setup ohne Kabel.
  • Contra: Man muss ehrlich sein – das Gerät ist laut. Für das gemütliche Kaffeetrinken direkt daneben auf der Terrasse ist er nichts, aber er „haut halt ordentlich was weg“.

Wer ein großes Grundstück, starke Steigungen oder anspruchsvolles Gelände wie eine Weide hat, findet hier eine der leistungsstärksten Lösungen auf dem Markt.

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