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Yarbo Core im Test: Kann der Raupenroboter einen Traktor ersetzen?

YARBO - unboxing und zugding

Yarbo Core im Test: Kann der Raupenroboter einen Traktor ersetzen?

Die Pflege von großen Grundstücken und Reitplätzen erfordert schweres Gerät. Wer jedoch keinen Platz oder kein Budget für einen eigenen Kompakttraktor hat, sucht nach automatisierten Alternativen. Der modulare Raupen-Roboter Yarbo Core möchte genau diese Lücke schließen und Lasten von bis zu 1,6 Tonnen ziehen.

Ich habe mir das Basisgerät der Y-Serie genauer angeschaut. Der Yarbo Core bringt ein Eigengewicht von um die 60 kg auf die Waage und setzt auf ein robustes Raupenfahrwerk. Im Inneren steckt ein Akku mit einer Kapazität von 1,4 kWh, der dem Roboter die nötige Energie bereitstellt. Für das Aufladen stehen Dir zwei Optionen zur Verfügung: Das Laden gelingt klassisch über Schuko oder ganz komfortabel per Induktion an einer passenden Ladeplatte.

Das Herzstück des Systems ist das modulare Konzept. Der Roboter verfügt sowohl an der Front als auch am Heck über spezielle Anschlüsse für Strom und Kommunikation. Hier kannst Du verschiedene Wechselaufsätze montieren. Ob Schneefräse, Mähwerk oder Laubgebläse: Das Ziel ist eine flexible Ganzjahreslösung für Dein Grundstück.

Zentimetergenaue Navigation per RTK-GPS und App

Für die Navigation auf Deinen Flächen verzichtet Yarbo auf Begrenzungskabel. Die Orientierung erfolgt vollständig kabellos über eine RTK-Basisstation, was eine zentimetergenaue Steuerung erlaubt. In der zugehörigen App kannst Du Deine Arbeitsbereiche exakt festlegen. Um den Roboter als Zugmaschine zu nutzen, musst Du den Anhänger-Modus („Tow Mode“) aktivieren. Dieser versteckt sich aktuell noch in den experimentellen Test-Funktionen unter dem Namen „Yarbo Lab“.

Im Praxistest habe ich den Yarbo Core mit einer Anhängerkupplung und einem Grubber zur Bodenbearbeitung auf dem Reitplatz eingesetzt. Der Roboter berechnet beim Ziehen von Lasten die Kurvenradien automatisch; zudem lässt sich in der App der Spurenabstand festlegen – etwa auf 3 m. Laut Vorschau benötigt das System für das Abziehen des Reitplatzes etwa 7 Minuten und arbeitet seine Bahnen verlässlich ab. Zusätzlich stehen Dir Assistenz- und Sicherheitsfunktionen wie eine integrierte Personenerkennung sowie eine „Follow Me“-Funktion zur Verfügung.

Physikalische Grenzen: Traktion und Anpressdruck

Bei der praktischen Arbeit zeigt sich jedoch auch die physikalische Schwachstelle der Konstruktion. Beim tiefen Grubbern auf feuchtem oder nassem Boden stößt das Raupenfahrwerk an seine Grenzen. Dem Basisgerät fehlt ohne ein schweres Frontmodul schlicht das nötige Eigengewicht auf der Vorderachse. Dadurch baut der Yarbo nicht ausreichend Anpressdruck auf, um das Werkzeug tief durch den Boden zu ziehen – die Raupen verlieren die Traktion und beginnen durchzudrehen.

  • Stärken: Hohe maximale Zugkraft von bis zu 1,6 Tonnen, präzise RTK-Navigation ohne Begrenzungskabel, vielseitig modulares System.
  • Schwächen: Fehlender Anpressdruck auf der Vorderachse bei schweren Zugaufgaben ohne Zusatzgewicht, Tow-Mode noch im Teststadium.

Der Yarbo Core erweist sich als interessantes Nischengerät für Spezialanwendungen und sehr große Grundstücke. Solange Du die physikalischen Grenzen des Eigengewichts berücksichtigst oder durch entsprechende Aufsätze ausgleichst, bietet das Raupensystem eine solide Basis. Spannend wird zu sehen sein, wie sich der Roboter schlägt, wenn weitere geplante Anbaugeräte wie Mähwerk, Schneefräse oder Laubgebläse zum Einsatz kommen.

Wie siehst Du dieses Konzept: Kannst Du Dir vorstellen, schwere Arbeiten auf Deinem Grundstück von einem modularen Raupenroboter erledigen zu lassen, oder setzt Du weiterhin auf einen klassischen Traktor?

Das ganze Thema im Video: https://www.youtube.com/watch?v=12b-tdTE95c

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