Der große Video-Türklingel Test!

Seit dem wir letztes jahr das Tor gebaut haben, haben wir ein Problem. Wir vergessen das Tor auf zu stellen und Post, Freunde oder sonstiger Besuch steht vor der Tür und kommt nicht rein.

Nach etwas recherche musste ich aber sagen, dass es irgendwie keinen Test auf YouTube gibt, der auch zeigt ob sich die verschiedenen Systeme auch in den ioBroker, in Node-Red oder Amazon Alexa integrieren lassen.

Und das möchte ich hier nun ändern

Die Kandidaten

Auf Instagram habe ich im Vorfeld bereits einmal gefragt, welche Themen euch ganz besonders interessieren. Entsprechend möchte ich auf diese in diesem Video eingehen. Du möchtest auch die Videos mitbestimmen? Dann folge mir unbedingt auf Instagram!

Ich gehe nun hier im Test auf vier Türklingeln ein, die mich selbst interessiert haben. Die Klingel von Netatmo hätte ich selbst gern getestet – war aber zum Zeitpunkt meines Einkaufs nicht Verfügbar.

Mir ist bewusst, dass der Preis zunächst weit auseinander geht. So kostet die günstigste Türklingel in meinem kleinen Test nur knapp 100Euro – die teuerste hingegen 450Euro.

Getestet habe ich:

  • Ring Doorbell 2
  • Ring Doorbell Pro
  • Eufy Security
  • Doorbird D1101V

Unboxing

Das Unboxing – oder besser gesagt – was ist alles dabei. Interessant zu sehen, wieviel Mühe sich hier die Hersteller geben. Ich selbst muss hier auch sagen, dass dies immer der Erste Eindruck vom Produkt ist und man sich hier doch – auch als Hersteller – etwas Mühe geben sollte. Schliesslich hat man recht häufig auch viel Geld für den Artikel gezahlt.

Ring bietet hier doch schönes Zubehör. Zum einen bekommt man bei der Ring Doorbell 2 zwei verschiedene Abdeckungen – bei der Ring Pro sind es sogar vier. Ebenso dabei ist ein Bohrer, Dübel und weiteres Zubehör.

Die Eufy Klingel hat nicht so viel dabei – aber zumindest eine Klingel (die ich natürlich mitbezahlt habe). Dennoch etwas mehr als der letzte im Bunde.

Die Doorbird hat mich etwas enttäuscht. Die teuerste Klingel bietet hier die – ehrlichgesagt – liebloseste Verpackung. Lediglich das Wasserfeste Papier zum bedrucken möchte ich hier positiv hervorheben. Aber sonst recht wenig Zubehör, dass mitgeliefert wurde.

Einrichtung

Die Einrichtung der Klingeln war recht unterschiedlich. Wichtiger Hinweis an dieser Stelle – alle Kameras benötigen bei der Installation zwingend eine Internetverbindung. Also richtig Cloud-Frei ist bei meinen getesteten Kameras keine.
Jedoch hat dies auch zwei Vorteile. Zum einen ist die Einrichtung recht einfach – zum anderen ist das Handy und die Klingel gleich miteinander verknüpft, so dass man auch von unterwegs eine Benachrichtigung bekommt, wenn jemand klingelt.

Nachteil ist aber ganz klar – geht aus irgendwelchen Gründen die Firma pleite oder wird die Unterstützung eingestellt, ist es nicht mehr möglich die Geräte anzulernen.

Gerade bei der Doorbird ist dies schade, da doch alle anderen Einstellungen lokal funktionieren. Ebenso muss ich an dieser Stelle sagen, dass es bei der Klingel schade ist da diese auch als Unterputzvariante verfügbar ist. Beim Neubau, wo noch kein Internet zur Verfügung steht, eher schwierig.

Bei den Ring Klingeln war irgendwie recht wenig an Dokumentation dabei. Umso besser war hier die App, die durch umfangreiche Videos die Einbindung hier recht einfach macht. Alle Schritte sind hier schön im Video beschrieben. Diese Videos sind hierbei keine generellen Videos, die bei allen verschiedenen Ring Geräten gleich sind – sondern individuell angepasst auf die Klingel selbst.
Einfach die Ring mit Strom verbinden – die App installieren und danach den entsprechenden QR Code scannen. Die App erkennt hierdurch automatisch den Typ der Ring Türklingel und zeigt so das richtige Video an, welches bei der Einrichtung hilft. Praktisch, wie ich finde!

Genauso einfach war es bei der Eufy Security. Auch hier wird man durch einen Assistenten geführt, der einen Schritt für Schritt durch die Installation führt. So ist auch hier die Einrichtung super simpel!

Die Doorbird war etwas hackelig. Nachdem die Klingel mit Strom versorgt wurde, muss man den Klingelknopf 5 mal betätigen, um das WLAN Setup zu starten. Danach kann in der App dieser Punkt ausgewählt werden und die Klingel mit ins WLAN Netz gebracht werden. Bei der Doorbird ist es ebenso möglich diese mit dem normalen Netzwerk zu verbinden (also kein WLAN) – hier ist der Prozess etwas einfacher. Wichtig zu erwähnen ist allerdings, dass nicht jede Doorbird Klingel WLAN hat.

Klingelverhalten

Die klingeln selbst haben immer schnell geklingelt. Sowohl im LTE Netz bei mir zuhause – aber natürlich auch im WLAN gab es hier fast keine Verzögerung.

Was mich persönlich bei der Ring etwas gestört hat ist, dass diese nur dann das Klingelsignal ans Handy weitergegeben hat, wenn der blaue Ring aufgehört hat zu leuchten. Dies kann natürlich von Vorteil sein – so kann niemand nerven und sturmklingeln– allerdings hatte ich im Test öfter hier Probleme, da der blaue Ring einfach gar nicht aufgehört hat zu klingeln und so ein zweites klingeln gar nicht möglich war.

Die Eufy Klingel hat zuverlässig geklingelt – da kann ich nicht meckern. Drückt man hier den Klingelknopf oft und schnell hintereinander, so blockiert dieser auch und leuchtet für gewisse Zeit dauerhaft gelb.

Bei der Doorbird kann ich auch nichts negatives schreiben – Jedes klingeln wurde an das Smartphone weitergegeben.

Videoqualität

Starten wir hier einmal mit den Technischen Details:

  • Ring Doorbell 2 – 1080p HD-Video, Live-Video, Nachtsicht // Blickwinkel: 155 Grad
  • Ring Pro – 1080p HD-Video, Live-Video, Infrarot-Nachtsicht // Blickwinkel: 160 Grad – Pro 5GHz
  • Eufy – 120 Grad – 2K-Auflösung (2560 x 1920 Pixel)
  • Doorbird – HDTV 1080p, dynamisch (VGA – HDTV) // Highend Ultraweitwinkel hemisphärische Linse 200° (D), 150° (H), 90° (V), entzerrt, IR-fähig // Nachtsicht: Ja, Lichtsensor, automatischer IR-CutFilter, 12 Infrarot LEDs (850 nm)

Aber wie ist die Bildqualität. Hier möchte ich in meinem Test nur kurz drauf eingehen. Denn zum einen gibt es zu dem Thema schon sehr viele Videos auf YouTube – zu empfehlen ist hier das von Smart Home Solver – zum anderen gibt es hier X verschiedene Konstellationen, wo die Kameras unterschiedlich arbeiten (Gegenlicht – Licht im rücken – Tags, Nachts, Nebel usw.)

Hier gewinnt auch knapp die Ring Pro gleich gefolgt von der Ring Doorbell 2. Danach die Eufy und auf dem letzten Platz hier die Doorbird.

Integration in andere Systeme

Amazon Echo

Sieger ist hier ganz klar die Ring – aber ehrlichgesagt – kein Wunder, da Ring sowie auch der Echo zum Amazon Konzern gehören. Daher ist klar, dass die integration hier nicht nur einfach, sondern auch super funktioniert hat.

Bei der Eufy Kamera wird nur das Klingelsignal übertragen und ausgegeben – man kann sich hier ebenfalls das Video anzeigen lassen (ohne Ton), aber nicht mit dem Besuch unterhalten. Zusätzlich sei gesagt, dass das Video hier eine Latenz von mehreren Sekunden hat. Also eigentlich nicht so recht nutzbar an dieser Stelle.

Bei der Doorbird lässt sich leider nur ein klingeln übertragen. Dies klappt auch nur über einen externen Anbieter und nicht von Haus aus. Schade.

ioBroker

Die Kameras von Ring haben nur eine API, die nicht offiziell ist. Daher ist die Integration der Ring zwar möglich, jedoch kann niemand sagen ob dies in ein paar Jahren auch noch funktioniert. Ebenso muss ich sagen, dass in meinem Aufbau hier alles sehr verzögert war.

Die Eufy Klingel liess sich ohne die Eufy Basisstation (gibt es im Zubehör) nicht in den ioBroker ingetrieren.

Dagegen kann nun die Doorbird etwas Punkte sammeln. Diese liess sich ohne Probleme integrieren in den ioBroker und alle Daten wurden schnell und zuverlässig übertragen! Alle Infos hierzu gibt es auch im ioBroker Seminar:

NodeRed oder RedMatic

Die integration hier selbst habe ich nur mit RedMatic getestet. Für die Ring Kamera gibt es für NodeRed verschiedene Flows – diese lassen sich aber bei RedMatic auf der CCU nicht installieren, was sehr schade ist.

Auf diesem Grund gibt es für die Ring auch 2 Punkte. Für Doorbird und die Eufy Kamera kann ich leider keinen Punkt vergeben, da es keinen Adapter gibt.

Mediola

Für Mediola gibt es für die Ring und für die Doorbird einen entsprechenden Adapter. Die Integration war auch hier mit wenigen Klicks gemeistert und auch das resultat war zufriedenstellend. Also – für alle Kameras außer der Eufy – gibt es hier 4 Punkte.

Design

Auf meinem Instagram Account habe ich euch gefragt, welches Design denn das schönste ist. Gewonnen hat hier die Doorbird. Gleich danach die schön schmale Ring Pro. Auf den dritten Platz kam hier dann die Eufy und auf dem letzten die Ring Doorbell 2.

Fazit

Hier nun die Punkte in der Übersicht:

So lautet der Gewinner im Test Ring Pro! Verdienter sieg – oder wie ist hier Deine Meinung? Schreib sie mir gern in die Kommentare.

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2 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Was hier leider fehlt und für mich der Kaufgrund für die Doorbird war ist der Datenschutz. Aus meiner Warte gehen z.B. Produkte von Amazon und Google gar nicht. Der Server von DoorBird steht in Deutschland. Überdies ist die von Dir erwähnte offene IP im Nachhinein ein Segen!!! Was man hier alles verknüpfen kann ist der Hammer. Neben ioBroker sei z.B. auch die SIP Funktionalität erwähnt. Dadurch sehe ich auf unseren FritzFones das Videobild, die Telefone können mitklingen und ich kann darüber sprechen.

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