Moin Leute,
viele Dinge verändern sich in einem Smart Home. Es ist ja bekanntlich nie “fertig”. In meinem neuesten Video habe ich das letzte Jahr Revue passieren lassen und stelle euch meine Top 5 Veränderungen vor, die mein Zuhause 2024/2025 wirklich geprägt haben.
Es war ein Jahr der großen Umbauten, aber auch der ehrlichen Erkenntnisse. Nicht alles, was gehypt wird, hat für mich funktioniert. Hier ist mein Überblick:
1. Solar-Expansion auf 17,5 kWp ☀️
Das wohl wichtigste Projekt war die Erweiterung der PV-Anlage. Wir haben noch einmal 10 kWp aufs Dach gepackt und liegen jetzt insgesamt (mit Carport und Pferdestall) bei 17,5 kWp. Das Ergebnis: Über Monate hinweg waren wir komplett autark – trotz Wärmepumpe und E-Auto. Eine der besten Investitionen überhaupt.
2. Mein Experiment mit Tibber (und warum ich gewechselt habe) 📉
Ich habe fast ein Jahr lang den dynamischen Stromtarif von Tibber getestet. Die Idee ist genial: Strom verbrauchen, wenn er günstig ist. Wir haben unser Verhalten komplett angepasst (E-Auto laden, Waschmaschine etc.). Mein Fazit:Leider ernüchternd. Mein Durchschnittspreis lag am Ende bei 33 Cent/kWh. Das Problem als PV-Besitzer: Wenn der Strom an der Börse günstig ist (Sonne/Wind), habe ich eh eigenen Strom vom Dach. Wenn ich Strom brauchte (Winter/Nachts), war er oft teuer. Dazu kamen hohe Nachzahlungen im Winter. Ich bin nun zu VeganStrom gewechselt (keine Werbung, reine Überzeugung), da ich dort Ökostrom für unter 30 Cent fix bekomme.
3. DIY-Wärmepumpe im Gartenhaus ❄️➡️🔥
Tschüss Infrarot, hallo Split-Klimagerät! Ich habe die ineffiziente Infrarotheizung im Gartenhaus gegen eine Wärmepumpe (Kältebringer) getauscht. Die Installation konnte ich größtenteils selbst vorbereiten (Inbetriebnahme durch Fachfirma). Der Zahlen-Check:
- Infrarot: 50 Min. Laufzeit für +2,5°C = >3 kWh Verbrauch
- Wärmepumpe: <30 Min. Laufzeit für +3°C = 2 kWh Verbrauch Das ist eine Ersparnis von gut 33% Energiebei deutlich schnellerer Aufheizzeit.
4. Der Systemwechsel: Von HomeMatic zu KNX 🏗️
Ein Punkt, der für viele Diskussionen gesorgt hat. Ich rüste mein Haus nach und nach von HomeMatic auf KNX um. Warum? Ich wollte weg von einer zentralen Lösung, die ausfallen kann. KNX ist ein dezentraler Industriestandard. Es ist stabil, langlebig und ich binde mich nicht an einen Hersteller. Auch wenn es auf den ersten Blick teurer wirkt – auf 20 Jahre gerechnet ist die Stabilität für mich unbezahlbar. Und ja: Jeder soll das nutzen, womit er glücklich ist! Für mich ist es jetzt KNX.
5. OpenWB Pro – Mehr als nur eine Wallbox 🚗⚡
Meine alte Wallbox ist rausgeflogen. Eingezogen ist die OpenWB Pro. Das Killer-Feature ist für mich die Software und die Modularität. Sie schaltet automatisch zwischen 1-phasigem und 3-phasigem Laden um (perfekt für PV-Überschuss) und ist komplett reparaturfähig. Besonders cool: Ich speise die Daten meiner Wechselrichter und Speicher über Home Assistant via MQTT direkt in die OpenWB ein. Das Lastmanagement und die Visualisierung sind einfach Next Level.
Wie sieht es bei euch aus? Was war eure größte Änderung im Smart Home im letzten Jahr? Schreibt es mir gerne in die Kommentare unter das Video!






