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DIY-Füllstandsmessung für Deine Pelletheizung: Günstig, präzise und voll integriert in Home Assistant

DIY-Füllstandsmessung für Deine Pelletheizung: Günstig, präzise und voll integriert in Home Assistant
Wer eine Pelletheizung im Keller hat, kennt das Problem: Genau dann, wenn man es am wenigsten gebrauchen kann, ist der Bunker leer, weil man das regelmäßige Kontrollieren mal wieder schleifen gelassen hat.
Ich habe mich nach einer smarten Lösung umgesehen, die nicht nur zuverlässig funktioniert, sondern auch Deinen Geldbeutel schont. Die Antwort lautet: Selber bauen! Mit einem ESP32-Mikrocontroller und einem Ultraschallsensor lässt sich eine präzise, automatisierte Füllstandsmessung realisieren, die die Daten direkt in Dein Home Assistant liefert. So wirst Du rechtzeitig gewarnt, bevor die Heizung kalt bleibt.
Die Hardware: ESP32 und der passende Sensor im Vergleich
Das Herzstück dieses Projekts ist ein günstiger ESP32-Mikrocontroller. Bei den Sensoren hast Du im Grunde zwei Optionen. Für den Einsatz im staubigen Pelletbunker empfehle ich Dir jedoch ganz klar die geschützte Variante.
| Spezifikation / Eigenschaft | HC-SR04 (Standard) | JSN-SR04T (Empfohlen) |
|---|---|---|
| Schutzklasse | Keine (offene Platine und Sensorkapseln) | Staub- und wassergeschützt (ideal für raue Umgebungen) |
| Einsatzbereich | Trockene, staubfreie Räume | Pelletbunker, feuchte Umgebungen |
| Preis | Extrem günstig | Günstig (etwas teurer als HC-SR04, aber dringend zu empfehlen) |
| Zuverlässigkeit im Bunker | Gering (Staub kann die Messung schnell blockieren) | Sehr hoch (unempfindlich gegen die Staubentwicklung im Bunker) |
Wie die Magie funktioniert: ESPHome und Home Assistant
Die Datenübertragung läuft absolut reibungslos und nativ über das ESPHome-API-Protokoll via WLAN direkt an Dein Home Assistant. Du musst also keine komplizierten MQTT-Umwege einrichten.
In ESPHome konfigurierst Du den Sensor ganz einfach per YAML. Da der Sensor uns zunächst nur die gemessene Distanz liefert, nutzen wir in der Konfiguration einen Linear-Filter oder einen Template-Sensor. Damit rechnen wir den gemessenen Abstand ganz einfach in Prozent (%) oder direkt in Kilogramm (kg) um – je nachdem, wie voll Dein Bunker ist.
Eine detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitung und den passenden YAML-Code für dieses Projekt findest Du auf SmartHomeScene.
Vor- und Nachteile der DIY-Lösung
Wie bei jedem DIY-Projekt gibt es auch hier Licht und Schatten. Hier ist meine ehrliche Einschätzung:
- Vorteile: Extrem kostengünstig im Vergleich zu fertigen Industrielösungen, arbeitet zu 100% lokal (keine Cloud-Abhängigkeit!) und ist durch ESPHome hochgradig anpassbar an Deine Gegebenheiten.
- Nachteile: Du benötigst etwas handwerkliches Geschick bei der Montage und eine 5V-Stromversorgung direkt am Pelletbehälter. Zudem kann eine extrem starke Staubentwicklung (z. B. direkt beim Befüllen) die Messungen temporär verfälschen.
Wie sieht es bei Dir aus?
Hast Du Deinen Pelletbunker schon smart gemacht und überwachst den Füllstand automatisch, oder kletterst Du noch regelmäßig selbst in den Keller, um die Lage zu peilen?
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