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Mein Smarthome #1 – Netzwerk

Seit dem ich denken kann beschäftige ich mich mit Technik. Angefangen bereits als Kind mit “Oh – darf ich das auseinander bauen?” – einfach um mal in ein Radio oder ähnliches elektrisches Gerät reinzuschauen. Nach dem Schule begann ich eine Ausbildung als Kommunikationselektroniker.

Nach meiner Zeit bei der Bundeswehr startete ich dann meine Leidenschaft als Technischer Trainer. Angefangen von Produkttrainings bis hin zum Trainieren anderer Trainer in Europa und Afrika. Schon eine verrückte Zeit damals …

Aber warum schreibe ich das alles? Ganz einfach – schon immer war es mein bestreben Dinge zu erkunden und es anderen zu erklären. Das ist meine Leidenschaft und das ist das, mit dem ich seit 2018 selbstständig bin!

In dieser Reihe möchte ich einfach mal etwas mehr erzählen – meine Erfahrung teilen und berichten, was ich so im Moment einsetze und warum ich dies tue.

Mein SmartHome

Seit 2015 betreibe ich den YouTube Kanal verdrahtet. Und seit 2015 ist mein Netzwerk zuhause gewachsen. Als wir 2011 gebaut haben – da bin ich ehrlich – hab ich vieles nicht mit eingeplant. Aus heutiger Sicht hätte ich doch vieles anders machen sollen. Aber nun gut – kann ich nun schlecht ändern. Viele dieser Erfahrungen sind natürlich auch in den Online Kurs zur Smart Home Planung eingeflossen.

Womit sind wir hier aber gestartet. Anfangs dachte ich, es reicht wenn ich im Büro von mir und meiner Frau sowie im Wohnzimmer Netzwerkkabel lege. Heute hätte ich definitiv mehr Kabel – auch in andere Räume gelegt. Also musste ich vieles über die Funklösung abdecken – aber dazu später mehr.

Internet

Fangen wir nun erstmal vorne an. Ich wohne recht ländlich worüber ich in der heutigen Zeit wirklich froh bin! Nachteil ist aber hier der Internet Anschluß. Hier erreiche ich beim Anschluß von 1&1 gerade mal 12MBit Downstream und 1 MBit Upload. Bei einem YouTube Video, welches gern mal 4-5 GB groß ist wirklich nervig. Auch würde ich gern öfter Live Streams machen – aber das Internet hat mir hier auch schon öfter einen strich durch die Rechnung gemacht.

Eine Lösung musste her! Also entschied ich mich für einen zweiten Anschluß der Telekom. Für Regionen mit schlechtem Breitbandausbau bietet die Telekom einen Hybrid Anschluß an. Hybrid in diesem Fall heißt, dass man einen Kabel Anschluß über normales DSL bekommt und zusätzlich eine LTE Verbindung nutzt. So kann hier eine schnellere Geschwindigkeit erreichen.

Da ich allerdings ohne Internet Anschluß nicht arbeiten kann nutze ich nun beide Anschlüsse – den von 1&1 sowie den von der Telekom. Um nun beide Anschlüsse gleichzeitig nutzen zu können benötigt man ein Gerät, welches dann ein Load Balancing der beiden Anschlüsse verwaltet – soll heissen, dass die Datenlast im Haus auf beide Anschlüsse verteilt.

Ein Unifi Netzwerk hatte ich zwischenzeitlich eh schon bei mir installiert, also entschied ich mich hier für das Unifi Security Gateway. Dieses bietet – neben einer Vielzahl anderer Möglichkeiten, auch die Möglichkeit zwei Internet Anschlüsse zu verwalten.

Netzwerk

Wie anfangs geschrieben habe ich leider zu wenig Kabel im Haus verlegt. So hätte ich z.B. gern vom Büro aus noch weitere Möglichkeiten gehabt, wie z.B. den HMIP Bus am Schreibtisch um weitere Dinge zeigen zu können – oder eine extra 1GBit Leitung für die NAS (die im HWR steht) um Daten zu kopieren. Aber nun gut – ich muss mit dem arbeiten was ich habe.

Anfangs habe ich mein Netzwerk hier mit recht günstigen Hubs ausgestattet. Erst recht nach der Bauphase – wo noch vieles hier und da fehlt – schaut man dann doch etwas mehr auf den Euro und kauft nicht das, was man gern hätte. Ich muss aber auch sagen, dass die Datenübertragung doch immer recht lange dauerte – nicht nur die Übertragung an sich, auch z.B. das aufrufen einzelnen Internetseiten dauerte länger. Erst recht, wenn ich Daten auf die NAS kopierte und meine Frau auch im Internet surfte 😉

Da ich bereits die ersten Unifi WLAN Access Points verbaut hatte und diese sich sehr einfach mit PoE versorgen lassen, entschied ich mich also für meinen ersten Unifi Switch – einen 8Port mit 60Watt PoE. Und was ich hier gleich merkte ist, dass mein Netzwerk doch schon merklich schneller wurde … hätte ich damals doch gleich Unifi genommen…..

Dies soll nun keine Werbeartikel für Unifi werden – aber die Produkte sind einfach gut! Nach dem ersten Switch also im HWR tauschte ich nach und nach auch die anderen Hubs im Haus. Erst den im Büro und zuletzt den auf dem Dachboden. Nun ist nur noch ein Zyxel managed Switch mit PoE im Einsatz für meine PoE Aussenkameras sowie mein PoE Access Point von Unifi. Aber ich glaub der darf bleiben 🙂

WLAN

Das Thema WLAN – da bin ich ehrlich – dieses Thema gab oft Diskussionen zuhause. Die Fritzbox ist bei uns im HWR installiert. Somit war es unmöglich für das WLAN Signal einmal queer durch das Haus überall hinzukommen. Die Abdeckung war also echt schlecht. Hier habe ich wirklich viel und oft versucht die Situaltion zu verbessern.

Angefangen von einfachen AVM Repeatern über ein separates Netzwerk (auch mit Repeatern) von Edimax bis hin zu einer weiteren FritzBox die an einem anderen Ort installiert war. Problem war hier immer, dass die Endgeräte dann doch lieber auf dem Access Point blieben auf dem sie zuerst eingeloggt waren und nicht auf dem, welcher eigentlich mehr in ihrer Nähe waren. Und jedes mal WLAN aus – WLAN einschalten – wer will das schon.

Nun wirst Du Dir sicherlich schon denken können, welche Lösung ich dann auch installiert habe – und Du liegst richtig. Auch hier habe ich auf Unifi gesetzt und muss sagen, dass der Access Point mein erstes Unifi Gerät war. Vieles, was ich hier schreibe, lief ja parallel.

Bei den Unifi Geräten ist es so, dass diese sich nur um das kümmern, für das sie da sind. Also die WLAN Access Points machen nur WLAN – die Switche machen nur den Netzwerktraffic usw. Nun sagst Du sicher “Ja und – das ist bei anderen doch auch so”. Das stimmt aber nicht!

Werfen wir mal einen Blick auf die FritzBox. Diese baut die Internet Verbindung auf (Modem), vergibt IP Adressen und kümmert sich um das Routing (Router), baut Telefonverbindungen auf (DECT Server), stellt über verschiedene Datendienste die Möglichkeit Daten über den USB Stick abzulegen (NAS), kann einen USB Drucker ins Netzwerk holen (Print Server) stellt eine Benutzeroberfläche (Web Server) und kann ebenso noch Heizungen steuern, mit Zwischenstecker Licht ein und ausschalten usw (Smart Home).

Toll – oder? Aber dies hat auch den Nachteil, dass die FritzBox – die vieles kann – sich nicht auf einen Dienst konzentrieren kann. Dies macht Unifi anders – denn hier benötigt man für alles ein Gerät. So bin ich hier – wie gesagt – mit dem WLAN Access Point gestartet. Da dieser nun aber keine eigenen Oberfläche besitzt habe ich den Unifi Controller damals auf meinem Mac installiert zur Konfiguration. Diese wird dann auf den Access Point übertragen und das Gerät kann arbeiten. Und – richtig – kann sich dann um das kümmern wofür man es braucht – für das WLAN und nichts anderes!

Das macht diese Geräte dann so unglaublich schnell und Leistungsfähig.

Fazit?

Sicherlich ist ein Netzwerk nie fertig. Aber ich bin mit dem Geräten erstmal sehr zufrieden. Kurzes anderes Beispiel – als wir 2019 unser Gartenhaus gebaut haben wollte ich natürlich auch dort Internet nutzen. Hierbei setze ich nun auf einen Outdoor Access Point. Mit diesem kann ich dann via Netzwerkkabel weiter ins Gartenhaus und kann so weitere Geräte und Kameras anbinden, die ich via Netzwerkkabel nutze. Klappt super stabil!

Video:

Links

Ubiquiti Networks UAP-AC-PRO: https://amzn.to/3kKm8NO
Ubiquiti UAP-AC-M Wireless Access Point: https://amzn.to/3e9A3eY
Ubiquiti US-8-60W UniFi Switch: https://amzn.to/3bZXXHf
Ubiquiti Networks UniFi Cloud Key Gen2 Plus: https://amzn.to/3e8jUqd

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6 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Schöner Werbeartikel für Ubiquiti. Deine Einschätzung zum Systeme an sich teile ich. Nur der aufgeführte WLAN-AP UAP-AC-PRO find ich nicht mehr zeitgemäß und schon total veraltet. Wer jetzt in das System einsteigt sollte schon auf die Wi-Fi 6 APs gehen. Mit dem Ubiquiti UniFi 6 Long-Range – U6-LR gibt es einen neuen AP, der preislich gar nicht so teuer ist, im Vergleich zu den UAP-AC-SHD. Oder wie siehst Du das?

    Antworten
    • Danke! In der Tat sieht es aus wie Werbung – aber wenn man von einem Artikel überzeugt ist und davon berichtet, wirkt es dann nicht immer wie Werbung? Nun gut – bin Deiner Meinung! Würde hier auch zum neueren Artikel greifen. Habe hier nur die Komponenten verlinkt, die ich auch selbst einsetze. Daher die Links. Werde den neueren aber mit aufführen. Danke!

      Antworten
  • Heiner Schmeling
    7. März 2021 19:49

    Hi Stefan,
    auch ich habe diesen Beruf bis anfang 92 gelernt.
    Hat sehr viel Spass gemacht. Zu dieser Zeit konnte man den Lehrern auch noch was beibringen 😉

    Gruß
    aus dem Norden
    Heiner

    Antworten
  • Hallo Stefan,

    super Beitrag, da ich auch ein großer Fan von der UniFi-Produktserie bin. Was mich besonders interessieren würde, wie Deine Lösung im Gartenhaus aussieht in Bezug zum Mesh-AP. Hast Du die Flex-Kamera direkt an den Mesh-AP angeschlossen?

    VG
    Robert

    Antworten

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