KNX #2 – ETS Geräte anlegen & Gruppenadressen verbinden

Ach, hallo! Da bist du ja wieder. Ja, ein bisschen Zeit ist vergangen, seitdem wir hier angefangen haben, die ersten KNX-Komponenten einzubauen. Genau an dieser Stelle mache ich jetzt – über ein Jahr später – weiter!

Ein kurzes Update vorab: Der Umstieg auf KNX war definitiv die richtige Entscheidung und ich bin mit den bereits verbauten Komponenten super zufrieden. Dass es so lange gedauert hat, lag nicht an der Technik, sondern einfach daran, dass ich extrem viel selbst machen möchte und die Zeit dafür komplett falsch eingeschätzt habe. DIY braucht eben seine Zeit! Aber jetzt geht es weiter.

In diesem Beitrag (und dem dazugehörigen Video) tauchen wir weiter in die ETS Software ein. Falls du den ersten Teil verpasst hast, in dem wir die grundlegende Gebäudestruktur angelegt haben, schau dir diesen am besten zuerst an. Heute geht es an die Feinheiten: Wir fügen echte Geräte hinzu und verbinden sie.

1. Geräte aus dem Katalog hinzufügen

Die ETS bietet eine großartige Funktion: den integrierten Katalog. Wenn ihr euch unsicher seid, was ein bestimmtes Gerät alles kann (z.B. ob ein Taster auch die Temperatur messen kann), findet ihr hier alle Informationen.

In meinem Beispiel habe ich mir einen Gira Taster herausgesucht, den ich auch bei mir im Esszimmer verbaut habe. Zieht das gewünschte Gerät aus dem Katalog einfach per Drag-and-Drop in den entsprechenden Raum in eurer Gebäudestruktur.

2. Parameter einstellen

Jedes Gerät hat spezifische Parameter. Klickt ihr auf euer neu eingefügtes Gerät, könnt ihr an der linken Seite alles haargenau konfigurieren:

  • Welche Farbe soll die Status-LED haben?
  • Wie hell soll sie leuchten?
  • Welche Funktion hat die Wippe (Ein-/Ausschalten, Umschalten etc.)?

Hier legt ihr fest, wie sich das Gerät in eurem Smart Home verhalten soll.

3. Kommunikationsobjekte: Das “Kabel ohne Ende”

Jedes Gerät besitzt sogenannte Kommunikationsobjekte (z.B. eine Schaltfunktion oder eine Rückmeldung). Man kann sich so ein Kommunikationsobjekt wie ein Stück Kabel vorstellen, das aus dem Taster kommt. Solange dieses Kabel nirgendwo angeschlossen ist, passiert gar nichts. Wir brauchen also ein Gegenstück – in unserem Fall einen Schaltaktor, den wir für den Abstellraum (Hauswirtschaftsraum) ebenfalls aus dem Katalog in unser Projekt ziehen.

4. Gruppenadressen anlegen und Geräte verknüpfen

Um den Taster (Kabel A) nun mit dem Schaltaktor (Kabel B) zu verbinden, nutzen wir Gruppenadressen.

Ich strukturiere meine Gruppenadressen gerne ähnlich wie mein Gebäude. So habe ich beispielsweise eine Hauptgruppe für das “Erdgeschoss”, eine Mittelgruppe für das “Esszimmer” und erstelle darin die eigentliche Gruppenadresse für das “Deckenlicht”.

Wichtig: Denkt immer an den Rückkanal! Wenn ihr das Deckenlicht beispielsweise über das Handy einschaltet, muss der Taster an der Wand durch eine Rückmeldung (Status) erfahren, dass das Licht jetzt an ist. Erstellt dafür am besten direkt eine zweite Gruppenadresse.

Zieht nun einfach die passenden Kommunikationsobjekte vom Taster und vom Schaltaktor in die erstellten Gruppenadressen (Einmal für das Schalten, einmal für die Rückmeldung). Fertig! Eure Geräte sind nun in der Software miteinander verknüpft.

Wie geht es weiter?

Wir haben die Geräte nun parametriert und virtuell verbunden. Die Hardware selbst weiß davon aber noch gar nichts! Im nächsten Video werden wir uns die Hardware genau anschauen, die physikalischen Geräteadressen vergeben und die Konfiguration auf die Geräte übertragen.

Bis zum nächsten Mal! Euer Stefan

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