Meine Solaranlage Teil 2 – Alles anschließen

Im nun zweiten Teil zum Thema Solaranlage fangen wir an, alles anzuschließen und zu verdrahten. Es bleibt also spannend – denn wollen wir mal loslegen!


Solarpaneele verbinden

Der Anschluss der Paneele selbst war recht einfach. Ich glaube, das bekommt jeder hin und kann auch hier etwas sparen. Ich selbst habe 10 Paneele im Einsatz und habe all diese in Reihe geschaltet. Das heißt einfach gesagt, dass vom Minuspol des einen Panels ich zum Pluspol des anderen Panels diese Verbinde.

Vorher habe ich mir grob ausgemessen, wie lang die Verbindungskabel sein müssen. Da die Paneele auf dem Dach alle den gleichen Abstand haben, ist es hier recht einfach. Noch einfacher war es, da ich die Weidmüller PV-Stick Stecker genutzt habe.

Im Video siehst Du, wie einfach dieses mit den Steckern ist. Wichtig natürlich ist, dass je Verbindungskabel einmal der männliche – einmal der weibliche Stecker genutzt wird. Sonst klappt das nicht mit dem Anschließen …

Nachdem ich die Verbindungskabel fertig konfektioniert hatte, konnte ich im Regen die Panels anschließen. Regen ist auch der Grund, warum ich hier nur wenige Aufnahmen für das Video gemacht habe. Zuletzt musste ich nur noch die beiden Endstücke zum Wechselrichter legen und dort anschließen.

Sicherlich starten nun die Kommentare, warum ich nicht zwei String habe. Das hatte ich zu Anfang sogar – habe mich dann aber noch mal eingelesen in die Anleitung vom Wechselrichter. Dieser arbeitet am effektivsten bei einer höheren Spannung – daher nur 1 String bei mir. Aber lasst uns gern in den Kommentaren diskutieren – schreib mir gern.

Übersicht der Anlage

Vielleicht fragst Du Dich jetzt aber, wie ist eigentlich alles miteinander so verbunden. Das möchte ich Dir gern einmal erklären. Die Paneele sind direkt mit dem Wechselrichter verbunden. Dieser wandelt den Gleichstrom der Anlage in Wechselstrom um, der dann ins Haus bzw. Stromnetz eingespeist werden kann.

Ebenfalls am Wechselrichter angeschlossen ist der Batteriespeicher. Dieser lädt, wenn wir weniger Strom im Haus benötigen und entlädt sich, wenn die Sonne nicht mehr scheint. Aber dazu später im Detail mehr.

Damit nun die Anlage und der Batteriespeicher wissen, wie viel Strom gerade im Haus verbraucht werden, ist ebenso im Sicherungskasten ein Smart Meter verbaut. Dieser misst den verbrauchten Strom und steuert somit den Wechselrichter und die angeschlossenen Komponenten.

Der Batteriespeicher

Bei mir habe ich aber noch einen Batteriespeicher verbaut, der die erzeugte Energie selbst speichern kann. Hintergrund ist hier einfach, dass die Einspeisevergütung bei circa 7 Cent liegt. Als ich die Anlage gekauft habe, lag aber der Strompreis bei um die 30 Cent je kWh. Daher macht es Sinn, den erzeugten Strom selbst zu verbrauchen. Inzwischen ist der Strompreis auf unglaubliche 67 Cent gestiegen …. es lohnt sich also gerade noch mehr …

Die Solaranlage lädt also über den Tag den Batteriespeicher auf – und wenn kein Strom mehr über die Solaranlage erzeugt wird, entlädt sich der Batteriespeicher. Somit muss für längere Zeit kein Strom vom Netz genommen werden.

Ich muss selbst gestehen, dass ich gespannt bin, ob sich diese Investition lohnt. Auch hier nutzen die Akkus ab und der Speicher amortisiert sich erst nach ein paar Jahren. Dennoch finde ich es vom Gefühl her schön, den eigenen Strom zu verbrauchen und zu speichern.

Natürlich ist auch der Speicher mit dem ioBroker verbunden und ich logge alle Daten. In circa einem Jahr wird es also noch mal ein Update geben, mit den ersten Werten.Bei den zur Zeit hohen Energiekosten lohnt sich natürlich so ein Speicher noch viel mehr als vor einem Jahr.

Der Aufbau vom Speicher war super simpel. Der BYD Speicher ist modular aufgebaut. Das heißt, dass man diesen wie Legosteine aufeinander stellen kann. Verbunden werden diese dann über Stecker, die sich selbst verbinden, wenn man sie aufeinander stellt. Zuletzt noch alles miteinander verschrauben und fertig ist der Speicher.

Der Anschluss selbst ist auch relativ einfach. Zum Wechselrichter müssen nur zwei Leitungen gezogen werden. Einmal ein zweiadriges Kabel, welches die Batterie lädt und entlädt sowie ein Kabel zur Kommunikation mit dem Wechselrichter.

Ich selbst habe noch den Speicher mit dem Netzwerk verbunden, um somit Firmware Updates zu bekommen, sowie die Daten im ioBroker auslesen zu können.

Wechselrichter

Der Wechselrichter – in meinem Fall ein Plenticore 5.5 – wurde vom Elektriker angeschlossen. Ebenso haben wir hier noch zwei Unterverteiler gesetzt. Einen für den DC Seitigen Block gegen Blitzeinschlag – einmal den AC Seitigen FI Schalter sowie Sicherungen. Im Detail siehst Du dies noch im Video.

Natürlich ist der Wechselrichter auch am Netzwerk angeschlossen. Somit ist es mir möglich über den Plenticore Adapters vom ioBroker alle wichtigen Daten auszulesen.

Smart Meter

Auch der Smart Meter wurde vom Elektriker installiert. Dieser ist direkt hinter dem Zähler vom Haus angebracht und misst hier den Stromverbrauch über alle drei Phasen. Auch dieser kommuniziert via Datenleitung mit dem Wechselrichter, sodass dieser auch weiß, wie viel Strom er ins Haus einspeisen darf.

Natürlich habe ich den Smart Meter auch mit dem Netzwerk verbunden. Somit kann ich auch diesen genau auslesen über den ioBroker.

Auch in diesem Abschnitt konnte ich sehr viel selbst machen. Beim Elektriker hatte ich natürlich auch Glück – denn ich konnte viele Dinge auch dort in Absprache erledigen, so dass ich auch hier viel Geld gespart habe. Bin sehr froh, dass ich nun meine Solaranlage in Betrieb nehmen konnte!

Video:

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3 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Friedrich Jauk
    4. September 2022 16:15

    Es wäre sehr spannend dass es einen Umbau bzw. Lösung gäbe, dass diese Kombination Plenticore und BYD auch als netzunabhängige “Insellösung” funktionieren würde. Bei kurzen Stromausfällen – wie z.B. bei Gewittern – die Anlage trotzdem Strom geben könnte. Kenne diese Kombi nur mit den Fronius Wechselrichtern, Kostal kann dies angeblich nicht, oder?

    Antworten
  • Friedrich Jauk
    4. September 2022 16:16

    Es wäre sehr spannend dass es einen Umbau bzw. Lösung gäbe, dass diese Kombination Plenticore und BYD auch als netzunabhängige “Insellösung” funktionieren würde. Bei kurzen Stromausfällen – wie z.B. bei Gewittern – die Anlage trotzdem Strom geben könnte. Kenne diese Kombi nur mit den Fronius Wechselrichtern, Kostal kann dies angeblich nicht, oder?

    Antworten
    • Hi! Es soll – soweit ich weiß – mit den zukünftigen Kostal Wechselrichtern möglich sein. Aber mit dem, den ich nun verbaut habe, klappt dies leider nicht.

      Antworten

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